Montag, 6. Februar 2012
    Zürich     

Zugegeben, Zürich ist nicht Paris, Rom oder London, kann sich aber als kleinste Weltstadt durchaus sehen lassen, und vielleicht ist es genau diese typisch schweizerische Kompaktheit und Bescheidenheit, welche Zürich in den letzten Jahren zu einer der lebenswertesten Weltstädte werden liess. Noch vor 30 Jahren war Zürich ein kleines verstaubtes, ziemlich farbloses Kaff, dass weder seinen Bewohnern noch seinen Besuchern wirklich viel zu bieten hatte. Glücklicherweise hat sich das inzwischen geändert und Zürich - und mit ihm ein guter Teil seiner Bewohner - hat sich diesen zwinglianischen Staub von den Schultern geklopft! Heute kommt Zürich mit seiner gepflegten Altstadt, den vielen Strassencafés in verkehrsfreien Zonen und einer generell frischeren, moderneren, farben- und experimentierfreudigeren Optik von Gebäuden, Geschäften, Restaurants und Bars, viel offener, gefälliger und lebensbejahender daher. Die Langeweile und Öde der grauen Jahrzehnte wurde abgelöst durch einen innovativen, spielerischeren Geist, der sich in vielen - grossen, wie kleinen - sichtbaren Details bemerkbar macht. Diese frische Brise, die nun bereits seit einigen Jahren durch diese Stadt weht, machts sie auch fotografisch viel interessanter und spannender, als noch vor 30 Jahren, als das einzig spannende Fotomotiv vielleicht die damaligen Jugendkrawalle waren...

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